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Methoden und Führung

 

22.000 weltweit untersuchte Projekte haben eindeutige Faktoren für Erfolg und Misserfolg ergeben. In 90% aller Fälle lassen sich mit diesen Faktoren Erfolg und Misserfolg für Projektarbeit vorhersagen. Ein wesentlicher Prädiktor für den Erfolg von Projekten, besteht in der Fähigkeit der Beteiligten in schwierigen Situationen klar, empathisch und integrativ kommunizieren zu können.

 

Aus eigener Erfahrung kenne ich misslungene Projekte. Die Gründe hierfür sind vielfältig und oft nachvollziehbar. Teil einer solchen Situation ist, dass es nicht gelungen ist, unter den Herausforderungen des Alltags Wege zu finden, die Projektziele zu erreichen. Engagierte Mitarbeiter können somit Ziele nicht erreichen für die sie sich eingesetzt und an die sie geglaubt haben. Oft steht ihnen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, genauso wie die Frustration das ihr Engagement zu keinem Ergebnis (Zielerreichung) geführt hat.

 

Anscheinend gewinnt das Alltagschaos (immer) über wichtige Projekte, Meilensteine oder Ziele. Gleichzeitig erfordern immer komplexer werdende Produkte und Leistungen den Einsatz von Beteiligten auf höchstem Niveau von fachlichen und kommunikativen Fähigkeiten.

Doch wie gelingt der Spagat zwischen Projekt und Alltag? Wie gelingt es in einem Sturm des Alltags Kurs zu halten und die Ziele zu erreichen?

Was oft mit einer Entscheidung und einer Unterschrift beginnt, führt zu der Erkenntnis, dass es so einfach nicht ist. Eine Entscheidung für ein Projektziel wie z. B. Kostenreduzierung zeigt Schwächen im Prozess und im Verhalten aller Beteiligten auf. Die Zielerreichung ist also nicht z. B. durch die Anschaffung eines neuen Messmittels möglich. Das wäre wünschenswert und einfach. Wird tiefer recherchiert, stellt sich in diesem Beispiel heraus, dass Fähigkeiten nicht sicher beherrscht werden, und Zahlen, die als Entscheidungsgrundlage dienen nicht vertrauenswürdig sind. Mit einer solchen Entwicklung hat niemand bei Projektstart gerechnet.

 

Gleichzeitig erleben wir, wie in Vorträgen und Publikationen die unterschiedlichen Methoden wie z. B. Wertanalyse, Six Sigma, KVP oder Lean so dargestellt werden, als ob der neue Buchstabensalat den alten ersetzt.

 

Jede Methode hat ihren Sinn und ihren Platz in einem Unternehmen. Gleichwertig nebeneinander stehend, wie Werkzeuge in einem Werkzeugkasten wird die für die Aufgabe passende und größtmöglichen Nutzen für ein Unternehmen versprechende Methode ausgewählt. Doch dies ist nur möglich, wenn die Entscheider sie „Werkzeugeigenschaften“ und den Nutzen genauso gut kennen, wie die Tatsache, dass ein Hammer für das Reindrehen einer Schraube eher nicht geeignet ist.

 

Projekterfolg bedarf also ausgeprägter Kenntnisse und Fähigkeiten auf Seiten der Entscheider und der Methodiker, damit in Summe es besser gelingt Projektziele sicher im Alltagssturm zu erreichen. Zu lernen sind Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Haltung, Soft-Skills-Fähigkeiten, unterschiedlichen Methodenkompetenzen und angepassten Führungsstilen.

 

Die Herausforderung, heute dafür zu sorgen, dass die geplanten Ergebnisse morgen auch realisiert werden, besteht darin, sich schnellst-möglich im Alltagschaos neue Handlungsoptionen zu erarbeiten, sie zu optimieren und wirksam einzusetzen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Beherrschung von Wechselwirkungen zwischen identifizierten Einflüssen wichtiger ist, als die Beherrschung eines Faktors.

 

Sieben Methodiker und Führungskräfte engagieren sich in einem neugegründeten Verband dafür, das Zusammenspiel von Methodik und Führung in unseren Unternehmen zu stärken, verbessern und zu optimieren. Wir stehen heute am Anfang von Veränderungen und laden Sie ein, daran teilzuhaben, sich zu engagieren zum Nutzen Ihres Unternehmens. Gestalten Sie mit und leisten Sie einen Beitrag dafür, dass wir die Welt besser verlassen als wir sie vorgefunden haben.

 

Ingo Schwan

 

 

Verband für Methodik und Führung (VMFD) e.V.

Vorstände: Rainer Stockinger, Ingo Schwan, Christian Bäuml

Geschäftsstelle: Obere Römerstraße 18b, 85465 Langenpreising

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